Recycling- statt Frischholzpapier
von GR
Stellen Sie sich mal folgendes Szenario vor: In Deutschland haben wir laut Statistischem Bundesamt etwa 3,6 Millionen Unternehmen. Jedes Unternehmen erstellt jährlich nur eine kleine Broschüre (DIN A4 Flyer 2 mal gefaltet auf DIN lang mit 135 g/m²). Davon produziert jedes Unternehmen durchschnittlich 1.000 Stück.
Dieses Szenario ist sehr minimalistisch, aber schon auf dieser kleinen Basis ergeben sich insgesamt:
- 3,6 Milliarden Broschüren,
- die etwa 30.000 Tonnen Gewicht auf die Waage bringen und
- auseinander gefaltet und übereinander gestapelt eine Höhe von etwa 486 km erreichen. Das entspricht der Strecke von Bremen bis Stuttgart (Luftlinie).
Je nach Papierart würden folgende Gesamtverbräuche entstehen*:
| 3,6 Mrd. Broschüren Frischholz-Papier | 3,6 Mrd. Broschüren 100% Recycling-Papier |
| - 90.000 Tonnen Holz - 1,57 Mio. m³ Wasser - 323 Mio. kWh Energie |
- 33.800 Tonnen Altpapier - 0,62 Mio. m³ Wasser - 126 Mio. kWh Energie |
* Werte ermittelt über Nachhaltigkeitsrechner Initiative Pro Recycling-Papier
Die Einsparbilanz bei 100% Recycling-Papier statt Frischholz-Papier ist enorm. Recycling-Papier benötigt keine 90.000 Tonnen Holz und nur 40% Wasser und Energie. Damit sparen wir insgesamt etwa:
- 20.000 bis 90.000 Bäume (Wald von 28 bis 250 Fußballfeldern groß),
- den Jahresverbrauch Wasser von 21.500 Bundesbürgern (Kleinstädte wie Syke oder Herzogenaurach),
- den Jahresenergieverbrauch in Strom von 120.000 Bundesbürgern (Großstädte wie Bremerhaven oder Göttingen) und
- 5.100 Tonnen CO2
- CO2 von 27,3 Mio. PKW-km (683 Erdumrundungen)
- CO2 von 1.820 Jahresfahrleistung durchschnittlicher deutscher PKW
Eine beeindruckende Rechnung, die deutlich zeigt: Jedes einzelne Unternehmen kann in der Summe viel bewegen.



















