Besuchen Sie uns bei Facebook Besuchen Sie uns bei Twitter Besuchen Sie uns bei XING Besuchen Sie uns bei Mr. Wong Besuchen Sie uns bei YouTube Besuchen Sie uns bei Flickr Abbonieren Sie unsere RSS Feed
Besuchen Sie unseren Newsroom

Green Responsibility

Vielen Dank für Ihren Anmeldung

••• Dritter GR-Talk am 04. Juni 2012 zum Deutschen Aktionstag Nachhaltigkeit “CSR: Das richtige Thema – zur richtigen Zeit – mit dem richtigen Partner!” im Wilhelm-Wagenfeld-Haus Bremen ••• jetzt unter event@green-responsibility.de anmelden •••

Die Aldi Vertrauens-App


von Christian Conrad



„Aldi App erhöht das Kundenvertrauen“ heißt es in der Kurzmeldung auf der ersten Seite der Lebensmittelzeitung. Was ist denn eine Aldi-App? Die auch noch Vertrauen erhöht? Und was hat ein solches „Gimmick“ mit Nachhaltigkeitskommunikation zu tun?

 

Wie sich herausstellt: eine ganze Menge. Worum es geht: Aldi setzt die App und das dahinterliegende System als Service für seine Kunden ein und reagiert damit schneller als die meisten anderen auf die erneute Debatte um Lebensmittelsicherheit, ausgelöst durch den Dioxin-Skandal. Die App stammt vom Fleischkonzern Tönnies bzw. dessen Tochterunternehmen Tillman´s, das Aldi mit Schweinfleischprodukten beliefert. Was sie leistet: Sie zeigt über einen QR-Code, einen neuartigen EAN Code, die Herkunft des Fleisches an. Das heißt: Als Kunde von Aldi Süd kann ich mit diesem Hilfsmittel und einem iPhone über das Einlesen des Codes mit meinem Handy vor dem Regal herausfinden, wo das Fleisch herkommt.

 

Wie auf der Website der App mit dem Namen fTrace (www.ftrace.de) zu lesen ist, sorgt das Programm für  „größtmögliche Transparenz bei der Herkunft Ihrer Fleischprodukte: vom Bauernhof bis zur Verkaufsstelle“. Und weiter verspricht Tillman´s eine „lückenlose Dokumentation von Herkunft und Verarbeitung des Fleisches“, die dem Kunden „ein Höchstmaß an Sicherheit“ bietet. Damit orientieren sich sowohl Hersteller (Tillman´s/Tönnies) als auch Händler in ihrer Kommunikation an einem wesentlichen Grundbedürfnis verunsicherter Lebensmittelkunden, nämlich: Transparenz und Sicherheit.

 

Verbraucher verlieren durch Skandale wie den Dioxin Skandal Vertrauen in die Lebensmittelindustrie und wünschen sich, selber kontrollieren zu können, getreu dem Lenin´schen Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Genau das ermöglicht Aldi-Süd jetzt vielen Verbrauchern, denn auch die, die kein iPhone haben, können über die Website von fTrace ihr Produkt rückverfolgen. Und damit ist Aldi mal wieder „state of the art“ und gemeinsam mit Tönnies/Tillman`s allen Markenartiklern und anderen namhaften Einzelhändlern voraus, wenn es darum geht, Qualität einzulösen – und effektiv, direkt und nutzenorientiert zu kommunizieren.

 

So wird in Zukunft Nachhaltigkeitskommunikation aussehen, die aus Verbrauchersicht relevant ist: nah am Produkt, mit konkretem Nutzenversprechen. Die Schaffung von Transparenz über Produkte und vor allem über die Prozesse, wie sie hergestellt werden, wird im Zentrum dieser „Nachhaltigkeitskommunikation 2.0“ stehen. Sie schafft Vertrauen dadurch, dass man sieht, was man bekommt – „what you see is what you get“. Die Realität ist dann nicht mehr eine vorgespiegelte Wahrnehmung. In Zukunft stimmt die Kommunikation und das, was tatsächlich in der Herstellung von Produkten geschieht, überein. Verbraucher im Zeitalter von Social Media sind mündig geworden und erwarten von Herstellern und Händlern wahrhaftige Kommunikation und keine Nebelwerfer. Und Aldi, dieser „Robin Hood“ unter den Handelsriesen, der „Qualität ganz oben und Preis ganz unten“ verspricht, macht es mal wieder allen vor. Mal sehen, wann Aldi-Nord und dann der übrige Handeln nachzieht. Es wird nicht lange dauern. Aber bis zu wirklicher Transparenz im Lebensmittelmarkt und darüber hinaus ist es noch ein weiter Weg. Der beginnt aber wie man weiß mit dem ersten Schritt.

 



3 Kommentare

  1. S sagte am 24. Januar 2011 um 14:30

    Viel geschrieben, aber leider sehr wenig Sinn

    Antworten
  2. Doodle sagte am 24. Januar 2011 um 14:32

    ich denke die App bringt gar nichts, bessere Idee wäre, auf der Packung ein Eticket der Kontrolle unabhängiger Organisation auf Dioxin.
    Oder ? Was denkt ihr ?

    Antworten | Antworten ein-/ausklappen
    • cconrad sagte am 24. Januar 2011 um 18:38

      Ob die App etwas bringt ist eine Frage der Zielsetzung. Wenn das Ziel “Schaffung von Transparenz in der Lieferkette” ist, was sich durchaus viele Verbraucher wünschen, dann kann das App oder ähnliche Systeme durchaus gute Dienste leisten. Transparenz heißt ja nicht “alles ist gut”. Echte Transparenz zeigt auf, was genau in der Lieferkette passiert, durch welche Hände die Ware geht, in welchen Schritten die Verarbeitung stattfindet, egal ob diese Schritte “gut” oder “schlecht” sind. Und – im Idealfall sind diese Schritte auch so dokumentiert, dass Nachprüfbarkeit gewährleistet ist. Auch, was das Thema Dioxin angeht.

      Was wäre denn aus Ihrer Sicht eine richtige und sinnvolle Zielsetzung? Was wäre die Zielsetzung eines “e-Tickets” einer unabhängigen Organisation zu Dioxin? Produktsicherheit? Könnte durchaus sinnvoll sein, ist aber nichts, was der “Traceability App” wiederspricht, sondern mit ihr komplementär ist. Anzumerken wäre, dass die Kontrolle sicherlich Kosten versursachen dürfte und damit auch der Preis des Produkts steigen wird. Und: glaubwürdig ist die unabhängige Organisation aus Sicht des Verbrauchers in der Regel nur, wenn sie bekannt ist. und bekannt sind nur sehr wenige Zertifizierer oder Siegel.

      Antworten

Hinterlasse einen Kommentar