Besuchen Sie uns bei Facebook Besuchen Sie uns bei Twitter Besuchen Sie uns bei XING Besuchen Sie uns bei Mr. Wong Besuchen Sie uns bei YouTube Besuchen Sie uns bei Flickr Abbonieren Sie unsere RSS Feed
Besuchen Sie unseren Newsroom

Green Responsibility

Vielen Dank für Ihren Anmeldung

••• Dritter GR-Talk am 04. Juni 2012 zum Deutschen Aktionstag Nachhaltigkeit: “CSR-Kommunikation zwischen Nachhaltigkeit und Transparenz” im Wilhelm-Wagenfeld-Haus Bremen ••• jetzt unter event@green-responsibility.de anmelden •••

Alles Gute liegt in der Natur


von Matthias Behr



© Thomas Herzig / pneumocell.com

© Thomas Herzig / pneumocell.com

Bahnhofshallen aus Luftkissen, ein Flugzeughangar zum Mitnehmen – und alles aus umweltfreundlichem Kunststoff. Das ist keine Zukunftsmusik, sondern teilweise schon Wirklichkeit. Organismen machen das Prinzip vor: Zellen bestehen aus flexiblen Membranen gefüllt mit einem flexiblen Medium. Zusammengefügt bilden sie stabile Strukturen. Alles Gutes liegt eben in der Natur. Von ihr hat Architekt Thomas Herzig gelernt. Er hat ähnlich einem Einzeller aufblasbare Kunststoffmembranen entwickelt, die miteinander zu Formen verbunden werden und durch den inneren Druck frei stehen.

 

Das Ergebnis heißt pneumocell. Wie mit Lego-Steinen lassen sich aus den sechs Grundelementen Pavillons für Betriebsfeiern, Veranstaltungsräume für Workshops oder Promotion- und Messestände bauen. Herzig sieht in seiner Erfindung noch weit mehr Potenzial. Auf der Website des Wieners reichen die Verwendungsmöglichkeiten von freischwebenden Wohnräumen bis zu aufblasbaren Hallen.

 

Der große Vorteil der pneumocell-Elemente liegt in ihrer geringen Masse. Eine Kuppel von der Größe eines Einfamilienhauses wiegt nur 266 Kilogramm. Luftleer passen die Elemente bequem auf die Ladefläche eines kleinen Transporters. Beachtenswert ist auch der ökologischen Aspekt: Die Luft-Zellen werden aus dem Kunststoff TPU hergestellt, der im Gegensatz zum weit verbreiteten PVC zu 100% recyclebar ist. Vor allem ist pneumocell mehrfach verwendbar. Bis zur nächsten Messe oder Veranstaltung einfach die Luft ablassen, die Elemente zwischenlagern und in neuer Form wieder aufbauen. Noch dazu sind die Konstruktionen beheiz- und klimatisierbar, wasserabweisend und können beliebig beleuchtet werden.

 

Der einzige Haken: Die pneumocell-Elemente werden von einem Partner in China produziert. Thomas Herzig gibt sich damit dem Markt geschlagen. In Europa gebe es kaum noch Hersteller, die aufblasbare Produkte herstellten. „Ich sehe die Auslagerung ganzer Industrien in Billiglohnländer durchaus problematisch. Als einzelner Teilnehmer kann ich aber nicht völlig gegen den Markt agieren. Ich muss die vorhandenen Produktionsmöglichkeiten nutzen und kann nur zu Preisen produzieren und verkaufen, welche am Markt akzeptiert werden”, begründet Herzig seine Entscheidung.



Hinterlasse einen Kommentar