„Hallo, ich studiere Nachhaltigkeit“
Im Oktober stürmen wieder viele Erstsemester die Unis. Das richtige Studium unter vielen finden – das ist gar nicht so einfach. Zahlreiche Unis werben mit einer Vielzahl von Studiengängen um die angehenden Akademiker. Neben den Klassikern wie BWL, Jura oder Medizin fällt auf, dass sich viele Studiengänge auf Teilbereiche spezialisieren. Ein weiterer Trend: Das „grüne“ Studium. Von Abfallwirtschaft zu Umweltrecht bis hin zu Water Science ist alles dabei. Dieser Trend kommt nicht von ungefähr. Akademiker mit ökologischem Bewusstsein sind beliebte Fachkräfte. Experten schätzen, dass Umweltberufe im Jahr 2020 mehr Mitarbeiter ernähren als die Maschinen- oder Automobilbranche. Verantwortliches unternehmerisches Handeln wird immer wichtiger für Firmen. Wer nicht auf den „grünen“ Zug aufspringt, läuft Gefahr im Abseits zu landen. Ein Studium im Nachhaltigkeitsbereich – das BWL von morgen?
Einige Beispiel: Im Studiengang „Abfallwirtschaft“ in Dresden lernen Studierende die Planungen von Abfallanalysen oder methodische Grundlagen der Risikoanalyse und -bewertung von Altlasten. In Flensburg werden im Studiengang „Energie- und Umweltmanagement“ Wirtschaftsingenieure mit nachhaltigem Bewusstsein ausgebildet und im Master „Zukunftsfähige Energiesysteme“ bekommen Studierende Kenntnisse zur Energieerzeugung, -speicherung und -verteilung von der Konzeptionierung bis zum Betrieb vermittelt. Auf leitfaden-nachhaltigkeit.de können sich Interessierte über insgesamt 391 umweltorientierte Studiengänge informieren.
Doch nicht nur Studiengänge werden „grüner“, auch zahlreiche Unis stocken in Sachen Nachhaltigkeit auf. Der „Umwelt-Campus Birkenfeld“ in Trier bezieht so beispielsweise als bis her einziger Campus in Deutschland seinen Strom ausschließlich aus Erneuerbaren Energien. Weiter sorgen Regenwassernutzungs- und -versickerungskonzepte, Solarfassaden, Erdwärmenutzung und Passivhaus-Studentenwohnheime dafür, dass die Hochschule in Trier als „Zero Emission Campus” gilt – Hut ab. Auch die Fachhochschule in Eberswald nahe Brandenburg schreibt sich Nachhaltigkeit auf die Fahne. Dies machte sie jüngst mit einer Namensänderung zur „Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde ” deutlich. Das Engagement zahlt sich aus: Im März 2010 wurde die FH für ihr hervorragendes Umweltschutzmanagement mit dem Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) ausgezeichnet. Und auch die Uni Bremen setzt auf ein grünes Image. Mit einer „Virtuellen Akademie“ will sie seit April 2011 mehr Platz für Nachhaltigkeit schaffen. Diese multimediale Bildungsplattform integriert das Thema Nachhaltigkeit in allen Studienrichtungen und vermittelt Themen wie Klimawandel, Ressourceneffizienz, Nachhaltige Entwicklung und ökosozialer Konsum.
Mit diesem umfassenden Angebot an nachhaltigen Studiengängen und klimafreundlichen Unis ist der Weg zum Nachhaltigkeitsprofi nicht mehr lang.
Wer sich für ein grünes Studium interessiert, erhält hier weitere Informationen.




















Der Umweltcampus Birkenfeld gehört zwar zur FH Trier, ist aber nicht in Trier sondern in Neubrücke (Nahe), bei Birkenfeld. Nur um das richtig zu stellen
Ansonsten liest man natürlcih gerne vom eigenen Campus.
Respekt! Hoffentlich nehmen sich daran andere Universitäten (und sowieso am besten alle Institutionen!) ein Beispiel in Sachen Energieversorgung. Viele Dank für diesen interessanten Artikel!
Beste Grüße aus Bremen sendet die Bremer Energieberatung enerpremium